Wer sind wir ?

Wir haben uns als 1. WSV Lausitzer Seenland (WSVLS) am 16.04.2003 gegründet. Hervorgegangen sind wir aus der Sektion Wassersportfreunde des Kultur- und Sportverein Geierswalde e.V. Den Zielen, Zweck und Aufgaben des Vereins fühlen wir uns grundsätzlich verbunden

Entwicklung, Gestaltung und Förderung wassersportlicher Aktivitäten auf dem Lausitzer Seenland.Unterstützung der Strukturanpassung und Regionalentwicklung nach dem Auslaufen des Bergbaus und der Bergbausanierung im Rahmen der Vereinstätigkeit durch die Gestaltung wassersportlichen Lebens auf dem Lausitzer Seenland in Einklang mit den Bürgerinteressen und der Kommunalentwicklung.

Regionale und überregionale Gestaltung touristischer und wassersportlicher Entwicklung im Lausitzer Seenland. Vorrangig werden Bootssportarten (Surf- und Segelsport) als Amateursport entwickelt.

Eine langfristig angelegte umweltorientierte maritime Jugendarbeit mit gezielter Förderung sportlicher Übungen und Leistungen sind Satzungszweck.

Die Ausrichtung und Gestaltung von Segeltörns und -Regatten einschließich der Integration in das regionale und dörfliche Leben sind wesentlicher Inhalt der Vereinsarbeit.Nicht zuletzt möchten wir als Vereinsmitglieder zum fairen seemännischen Verhalten auf allen Gewässern beitragen.

-Wir sind Wir- unser Projekt zur Inklusion im Segelsport. Der Wassersportverein hat neben dem Kinder - und Jugendsport, das Segeln mit und ohne Handicap ein weiteres Schwerpunktthema. Als Trainingsstüzpunkt des Sailingteam Germany Academy befindet der fünfte Standort für die Inklusion im Segelsport im Aufbau.

 

STAUSEEPOKAL Bautzen 2017 – „volles Kraftwerk voraus“

Am 9./10. September 2017 war der Bautzner Stauseepokal, wie gewohnt zur selben Zeit aber nicht am selben Ort! Denn der Stausee in Bautzen hatte wegen Sanierungsarbeiten kein Wasser. Deswegen wurde der Stauseepokal in diesem Jahr beim LSC Lausitzer Segelclub e.V. auf dem Bärwalder See ausgetragen. Wir vom 1. Wassersportverein Lausitzer Seenland sind mit 3 Opti´s und einem CADET angereist. Für die Regatta hatten sich insgesamt 47 Boote in den Klassen Opti (18), Cadet (14), 420er (5) und Europe (10) angemeldet. Gleichzeitig wurde die Landesmeisterschaft in der Klasse Europe ausgetragen.
Nach Verladung der Boote in Geierswalde und guter Anreise am Freitag haben wir nach kurzer Suche den uns noch unbekannten See und das Vereinsgelände des LSC gefunden. Hier erwarteten uns ein tolles neues Seglerheim und der mit fast 13 km² der größte See in Sachsen. Dieser liegt vor der einzigartigen Kulisse des Kraftwerkes Boxberg.
Nach der Eröffnung am Samstagvormittag um 10 Uhr und den Vorbereitungen für die Wettfahrt, wurde pünktlich 12 Uhr die erste Wettfahrt des Tages gestartet. Bei tollen Windbedingungen (4 Windstärken) konnten 3 Wettfahrten gesegelt werden. Nachdem wir reingefahren sind und unsere Boote abgebaut haben gab es auch schon Abendessen. Ein bisschen später gab es in dem Vereinsheim ein paar Bilder vom Segel- Tag. Am Sonntagmorgen wurden wir vom Dauerregen geweckt. Ordentlich durchgenässt standen wir wieder um 10:00 Uhr an der Startlinie. Bei 2 Windstärken ging es dann in die erste Wettfahrt des Tages. Kurz danach ließ der Regen nach, leider auch zunehmend der Wind. Nach dieser Wettfahrt folgte schon die nächste, bei der der Wind langsam aber sicher einschlief aber dennoch alle bei Wind durchs Ziel fahren konnten. Nach diesen 2 Wettfahrten am Sonntag haben wir dann alles verladen und gegen 14:30 Uhr fand die Siegerehrung statt. Der Sieg der Regatta im Opti B ging an Tony Böhm (TSV), Platz 2 an Saskia Dombert (WSVLS) (ich) und der 3 Platz an Karl Schuster (1.SCP). Jeder Optisegler bekam eine Urkunde und die ersten drei einen Pokal und einen Sachpreis.  Der undankbare 4te Platz ging an Ronja Jansen (1.SCP), welcher mit einem Sauren Gurkenglas als Sachpreis verbunden war.

Für meine Schwester Lina Dombert und Serik Pohl aus unserem Verein war dies ihre erste Regatta im Opti. Beide haben diese toll gemeistert und belegten die Plätze 13 und 16! Unsere CADET-Crew konnte wegen krankheitsbedingten Ausfalls des Steuermanns leider nicht teilnehmen.

Ein großes „Danke“ an die Wettfahrtleitung und alle Organisatoren für das schöne Wochenende auf dem tollem Bärwalder See!

Man sieht sich! Saskia Dombert GER 1004

Termine Seenlandsail 2018

Sehr geehrte Vereinsmitglieder, die Termine der 6 Regatten der Seenlandsail 2018 sind nun klar. Ihr findet alles unter Regatten. Ausschreibung und Segelanweisung werden noch aktualisiert, man darf sich trotzdem schon jetzt anmelden ♥ (Gunter)

Seglertagebuch – CADET WM Bruinisse (Holland) 2017


Berichte / Fotos von Wolfram Böhme

03.08.2017 - Ankunft und Trainingsfahrten

Nach dem Packen des Busses und der langen Fahrt nach Zeeland (Holland) haben wir die ersten Tage hinter uns. Die Boote sind aufgebaut und die ersten Trainingsfahrten sind auch schon absolviert. Bisher hatten wir immer Windstärken zwischen 5 und 6, so wie es Segler am liebsten haben. Inzwischen sind auch fast alle Teams angekommen, so dass  heute die Anmeldungen und Vermessungen beginnen können.

04.08.2017 - Vermessung

Heute war für die deutschen Segler und ihre Boote die Vermessung an der Reihe. Alles ist gut gelaufen und unsere Segler dürfen morgen bei dem Practice Race mit an den Start gehen. Es gibt unglaublich viele Regeln und Vorschriften zu beachten, zum Beispiel, was das Gewicht des Bootes, des Schwertes oder des Ruders angeht oder, wie groß die Segel sein dürfen. Nach der Trainingsrunde ergeben sich einige Veränderungen.
Im Promotionfeld segeln nun Johanna Schüler mit Hilke Laue (Ribnitz-Damgarten), Fabian Helfrich mit Henning Tast (Malchow) und Charlotta Böhme mit Magnus Martius (Malchow). Alles über die Eröffnungsfeier dann morgen.

05.08.2017 - Die Eröffnung

Heute standen das Practice Race und die feierliche Eröffnung der Cadet Worldchamspionships 2017 in Bruinisse (Holland) an. Das Practice Race ist planmäßig um 14:00 Uhr gestartet, obwohl es vormittags ziemlich stark regnete. Gegen 16:00 Uhr sind die Segler wieder in den Hafen gekommen, da die Eröffnungsfeier 17:00 begann und die Deutschen sich vorher in dem Teammerchandise treffen sollten. Die Eröffnungsfeier begann pünktlich und startete mit einem Umzug der Nationen, das bedeutet, dass alle angereisten Nationen einzeln und hintereinander vom Hauptzelt zum Hauptplatz marschierten. Dort wurden die Flaggen der einzelnen Nationen von der jeweils jüngsten Crew emporgetragen und aufgestellt. Danach hat der Vorsitzende der der Klasse Cadet eine Rede gehalten und ein kleiner Teil des Wassers aus allen 11 Nationen (ca. 1 Flasche) in eine große Glaskarafe zusammengeschüttet. Damit war die WM offiziell eröffnet.

06.08.2017 - Die ersten Wettfahrten

11:00 Uhr war heute für die ersten drei Wettfahrten. Es sollen insgesamt 12 Wettfahrten an fünf Wettkampftagen gesegelt werden. Morgen stehen wieder drei Wettfahrten auf dem Plan. Fabian Helfrich belegte heute den 44. Platz, Charlotta Böhme den 54. Platz und Johanna Schüller den 51. Platz. Das Promotionfeld wird von den Briten Harry Chetterton und Ines Green angeführt.
Das Wetter hat bisher immer gut mitgespielt und den Seglern angenehme Windstärken geboten. Bei Sonne, 20°C und einer Windstärke von einer 3-4 sind sie heute gesegelt.

09.08.2017 - Ein ruhiger Tag auf dem Wasser

Heute war ein ruhiger Tag auf dem Wasser und das Wetter war in Ordnung. Es war zwar etwas kalt aber dafür eine Windstärke von einer drei und Sonnenschein. Die Leistungen unserer Segler sind, wie die letzten Tage auch, nicht überragend, aber in Ordnung. So gibt es nichts Großartiges über das es sich zu berichten lohnen würde.

10.08.2017 - Gute Ergebnisse bei wechselnden Bedingungen

Es war wieder recht kalt heute. Bei einer Windstärke von einer Vier und bewölktem Himmel mit gelegentlichen Regenschauern sind unsere Segler heute gut gesegelt. Charlotta Böhme und Magnus Martius sind, anders als die letzten Tage, nicht mehr Ranglisten letzte sondern Vorletzte. Fabian Helfrich und Henning Tast belegen den 42. Platz und Johanna Schüller und Hilke Laue sind 52ste.

11.08.2017 - Der Abschluss

Der planmäßige Start um 11:00 Uhr musste, aufgrund von zu wenig Wind, um zwei Stunden verschoben werden. Danach hat aber alles so geklappt wie es sollte. Da der Platz im Hafen auch nur begrenzt war sind am heutigen Tag die Segler aus dem World-Feld nur eine Wettfahrt gesegelt und die Segler aus dem Promo-Feld hingegen zwei. Insgesamt sind aber beide Felder 12 Wettfahrten gesegelt. Die Sonne hat sich heute leider auch nicht so wirklich zeigen wollen und viel Wind war auch nicht, gerade so viel das eine Wettfahrt gestartet werden darf. Nach dem Verladen und dem Abbau der Boote sind alle Nationen zum Hauptplatz gelaufen, wo auch die Eröffnungsfeier stattfand. Dort erhielten später die Sieger auch ihre Auszeichnungen. Erster ist geworden sind die Polen Eryk Martynko und Kinga Martynko mit der Segelnummer POL 9461 geworden. Die beiden sind nun Weltmeister! Unseren Glückwunsch!

Deutsche Meisterschaft IXYLON – WSVLS-Segler vorn dabei

Mit guten Ergebnissen konnten unsere WSVLS-Segler bei der Deutsche Meisterschaft (IXYLON) am Sternberger See überzeugen.  Drehende Winde und ein starkes Teilnehmerfeld (42 Boote) machten die diesjährige Meisterschaft wieder mal einzigartig. Jürgen Brietzke und Matthias Stockhaus  (GER 76) ersegelten trotz guten Start einen 7. Platz in der Gesamtwertung. Beide sind mit Ihren Ergebnis dennoch zufrieden. In den weiteren Platzierungen belegten Reinhard Bauer (GER 75) Platz 13 und Uwe Rehm (GER 99) Platz 25.  Herzlichen Glückwunsch  Jungs. 

Jens Kroker ersegelte die Bronzemedaille bei der WM

Jens Kroker Mitglied des 1. Wassersportverein Lausitzer Seenland, ersegelte die Bronzemedaille bei der WM!
Die Weltmeisterschaften der Parasegler wurde 2017 im Rahmen der Kieler Woche vom 20. bis 25. Juni ausgetragen.
Parasegler Heiko Kröger hat sich im Rahmen der Kieler Woche in Einmann-Kielboot 2.4mR seinen zehnten Weltmeistertitel geholt. Der 50-Jährige aus Waldbröl, dem von Geburt an der linke Unterarm fehlt, siegte bei der größten Segelveranstaltung der Welt vor dem Australier Matthew Bugg sowie Damien Seguin aus Frankreich. "Wir alle hoffen, dass wir durch unsere Leistungen einen Meilenstein in Richtung Wiederaufnahme bei den Paralympics gesetzt haben", sagte Kröger. Für Tokio 2020 wurde das Parasegeln aus dem Programm genommen, man kämpft nun für ein Comeback 2024.
Auch der Deutsche Jens Kroker, der in der Klasse Hansa 303 die Bronzemedaille ersegelte, hofft, dass die Para World Sailing Championships in Kiel geholfen haben, Segeln zurück ins Programm der Paralympics zu bringen. „Es war Ehrensache für mich, in der Hansa zu starten, damit in jeder Bootsklasse ein Deutscher an den Start geht. Eigentlich bin ich zu groß für das Boot“, so Kroker. Dafür, dass er erstmals in der Hansa 303 Rennen gesegelt ist, war er mit dem dritten Platz sehr zufrieden. Was das Segelwetter betrifft, gingen die Teilnehmer der Para World Sailing Championships durch ein Wechselbad der Gefühle. Von allem war etwas dabei: Sonnenschein und sommerliche Temperaturen, Regen, Gewitter, Flaute sowie heftige Böen. Sonnig warm mit Leichtwindbedingungen präsentierte sich das Wetter zu Beginn der Meisterschaft als eher untypisch für die Kieler Woche. Die ausländischen Segler aus wärmeren Gefilden freuten sich über das tolle Kieler Sommerwetter und glaubten nicht, dass sich das auch sehr schnell ändern kann.
Genau das passierte an Tag drei der Weltmeisterschaft. „Nass und windig“ lautete die Wetterprognose. Regen, heftige Windböen und starker Wellengang machte den Seglern das Leben schwer. In der Bootsklasse 2.4 mR liefen während zwei ausgetragenen Rennen vier Boote voll und mussten in den Hafen geschleppt werden. Eine Seglerin erlitt eine Unterkühlung.
Auch die Teilnehmer in der Klasse Hansa 303 schippten während der Rennen fleißig Wasser aus ihren Booten. „Allmählich haben wir das Windlimit für die Hansa 303 erreicht“, kommentierte Jens Kroker die Situation. Nach einem Tag mit extremen Segelbedingungen zeigte sich das Wetter für den Rest der Para World Sailing Championships wieder moderater. Insgesamt wurden in der Klasse 2.4 mR zehn Rennen ausgetragen und in der Hansa 303 neun.
Jens Kroker musste sich in der Hansa 303 nur dem Skud-Weltmeister Piotr Cichocki aus Polen sowie dem Hansa-Weltmeister Christopher Symonds (Australien) geschlagen geben – und das trotz Größenproblemen. „Ich habe zu lange Beine für die Hansa“, sagte Kroker, der eigentlich im wegen zu weniger Meldungen abgesagten Weta-Trimaran starten wollte.
Beinahe noch wichtiger als ihre Erfolge sahen sowohl Kröger als auch Kroker die Signalwirkung der Para-WM in Kiel an. „Wir haben hier das Ruder für die Paralympics herumgerissen“, sagte Kröger. „Die Einzigartigkeit dieser WM innerhalb der Kieler Woche und die große Anzahl an Nationen sind ein starkes Zeichen an das IPC.“
Der Weltseglerverband, dessen Präsident Kim Andersen sich Ende Mai mit dem Präsident des Internationalen Paralympischen Komitee Sir Philip Craven zu Gesprächen traf, hat einiges unternommen, um Segeln wieder ins Programm zu bringen. Vielleicht kann der Rausschmiss für Tokio 2020 in naher Zukunft sogar als erhörter Warnschuss vor den Bug angesehen werden. „Die Negativ-Entscheidung hatte für das paralympische Segeln auch positive Effekte, denn sie hat dazu geführt, dass große Anstrengungen unternommen wurden“, sagte John Petersson. (Clemens Kraus)