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02/03.06.2018 Nachlese Lausitzpokal / Wir sind Wir Pokal 2018

Irgendwie war der Lausitzpokal der Ostsächsischen Sparkasse Dresden / Wir sind Wir Pokal 2018 anders als sonst. Lag es daran, dass die Ixylon-Klasse dem „Gerücht“ aufgesessen ist, in Geierswalde haben sie mit ihrem Segelzentrum genug zu tun und Sport findet eh nicht statt? Waren es die O-Jollen, die in großer Zahl anreisten und richtig Stimmung machten? Oder lag es an den interessanten Crews in der SONAR-Klasse?

  

 

Neu war, wir brauchten kein Festzelt, denn die Halle unseres im Bau befindlichen Segelzentrums konnte bereits genutzt werden. Zur Eröffnung, für das Skippers-Meeting, als Aufenthaltsraum für die Mahlzeiten, als Partyzentrum und zur Siegerehrung haben wir den erst roh verputzten Bau getestet. Das wird etwas, hat Potential! So, nun zum Sportlichen: Es war optimales Segelwetter, 12-15Ktn aus West, ein paar Wolken, so dass es nicht erbarmungslos vom Himmel brannte. Das RC-Team um Christoph war souverän, brachten am Sa. drei & am So. eine Wettfahrt aufs Wasser, es gab kein Gemecker, keine Rückrufe, keine Proteste, so dass die Siegerehrung rechtzeitig erfolgen konnte. Die Ergebnisse im Detail sind hier. Partwitz holte bei den Ixylon Gold, das Gold der O-Jollen ging nach Sachsen-Anhalt und die „Kanne“ der SONARs blieb in Geierswalde, wo die Crews um Reinhard und Jürgen hart darum gerungen haben (Punktgleichstand, aber Jürgen war vorn). Michael, Siggy und Robert (GER11) mussten sich mit dem Mädchen-Team (GER1) „herumschlagen“, also verdient Bronze für die Steuerfrau Pauli. Wir bedanken uns bei den Aktiven, Offiziellen, Unterstützern, Sponsoren, Johannitern und allen Mitgliedern die angefasst, geschmückt, gegrillt, Musik gemacht, Getränke ausgeschenkten, an Land und Wasser herumgewuselt und aufgepasst haben, ohne die diese tolle Veranstaltung nicht gelaufen wäre. Nach der Regatta ist vor der Regatta, auf zum Lausitzpokal / Wir sind Wir Pokal 2019! ♥ Gunter

Cadet – Trainingslager in Myślibórz / Polen

Wir, Tanja, Paul, Johanna und Charlotta,  haben vom 27.04. bis 01.05.2018 erstmalig am Cadet-Trainings- lager in Polen teilgenommen. Am Freitag fuhren wir gegen 16.00 Uhr vom Clubgelände in Geierswalde los und kamen nach einer vierstündigen Fahrt in Myślibórz an. Wir luden die Boote ab und stellten die Masten. Danach haben wir uns unsere Unterkunft angesehen. Diese war direkt auf dem Segelgelände. Die Zimmer waren klein, aber häuslich eingerichtet. Alle Deutschen waren in dieser Unterkunft untergebracht. Am nächsten Tag verließen wir den Hafen gegen 10 Uhr wurden auf den hinteren Teil des See‘s gezogen, da kein Wind war. Wir segelten zum Eingewöhnen einen Dreieckskurs. Danach ging es zum Mittagessen an Land in eine ca. 2km entfernte Gaststätte. Am Nachmittag segelten wir dann noch drei Trainingsregatten bei auffrischendem Wind. Nach dem Abtakeln ging es zum Essen und dann hatten wir frei – bis dann um 22:00 Uhr Nachtruhe angesagt war.

Am nächsten Tag wurden wir nach dem Frühstück zum Fahnenappell gerufen. Wir wurden von den Polen herzlich in Empfang genommen und sind danach wieder raus gesegelt, um die ersten zwei Wettfahrten zu fahren. Nach dem Mittagessen gab es zwei weitere Wettfahrten und eine Schokoladenwettfahrt. Bei dieser Wettfahrt haben Steuermann und Vorschoter getauscht und so musste dann gegeneinander gesegelt werden. Nach dem Segeln war dann noch die Siegerehrung. Am nächsten Tag haben wir vormittags Halsen geübt in dem wir einen Up and Down Kurs, also zwischen zwei Tonne auf und ab, gesegelt sind. Danach wurden dann polnische und deutsche Mannschaften gemischt und wir sind in dieser Konstellation einmal gesegelt. Am Nachmittag wurde es etwas stürmischer, deswegen sind wir nur mit zwei Booten raus gefahren und haben dann auf dem Wasser die Crews getauscht. Einigen Seglern war der Wind zu viel, sie konnten im Hafen bleiben. Am letzten Tag blieben wir wetterbedingt im Hafen und haben gleich angefangen die Boote zu verladen. Nach einer herzlichen Verabschiedung von allen traten wir die Heimreise nach Geierswalde an.

Vielen Dank an Mike, dem Papa von Johanna, der uns prima betreut hat.

Bericht von Tanja / redaktionelle Bearbeitung Christel

Berlin Cup 2018 – Mehr als untergehen kann ich ja nicht

Wobei man ja aufpassen muss mit diesem Begriff, weil einem zum einen gerne eine Diskussion über den Begriff Heimat aufgedrängt wird und zum anderen das „Heimspiel“ der Bayern  gegen Real Madrid noch nicht solange her ist.  Und wenn man als Exilbayer in Berlin lebt sieht man oft genug jede Menge Fragezeichen in den Augen seiner Gesprächspartner.

Der Yachtclub Berlin Grünau hat wieder einmal keine Kosten und Mühen gescheut und uns ein wunderbares Segelwochenende beschert.  Dieses Jahr sogar mit Kaiserwetter. –Wie sie das hingekriegt haben bleibt aber glaube ich ein wohlgehütetes Geheimnis des Clubs. Ähnlich der Rezeptur von Coca Cola. Strahlender Sonnenschein und angenehme 5-15 Knoten, mit minimalen Windpausen. Was will der gemeine Segler mehr? Und nachdem Segeln  ja nun doch so ein bisschen Männerlastig ist (ich komme schon wieder in so einen etwas schwierigen Bereich), die ja bekanntlich nicht kochen, sondern grillen, wurde auch viel gegrillt und auch eine Dampferfahrt mit Sichtung der Müggelberge organisiert.  Da frägt sich der Bayer natürlich sofort, “Was für Berge?“ Wenn das Berge sind dann ist der Nockherberg in der Münchner Au ein Hochgebirge. – Der Nockherberg erlangte übrigens -für die nicht ortskundigen- eine gewisse Berühmtheit, weil dort der jedes Jahr mit Beginn der Fastenzeit der Starkbieranstich zelebriert wird, mit Politikerderblecken und auch einmal im Jahr ein Seifenkistenrennen veranstaltet wird, wo es  am Ende des Berges regelmäßig, -sehr zur Begeisterung des  Publikums - in einer langgezogenen Linkskurve den einen oder anderen liebevoll gebautem fahrbaren Untersatz in seine natürlichen Bestandteile zerlegt.

Doch jetzt zum Segeln. In der 2.4 Klasse setzte sich –wen wunderts, wieder einmal Heiko Kröger durch, vor seinen Dauerrivalen Jürgen Freiheit und den Altmeistern Ulli Libor und Bernd Zirkelbach(sorry Cheftrainer).

In der Sonarklasse war das Geierswalder Boot des 1.WSVLS mit jürgen Brietzke,. Clemens Kraus und Matthias Stockhaus am Sonntag  so weit vorne das sie sich die letzten beiden Rennen schon entspannt vom Hafen aus anschauen konnten. Wir hingegen (Michael Kern, Robert Prem; Sigmund Mainka)  mussten  unseren zweiten Platz noch gegen Paule Bauer, Kurt Thumm  und Christian Bauer  verteidigen. Was auch gelang. Hagen Busch und seine Damencrew (Doris Österreich; Mandy Busch) wurden vierte. Mit Spannung ist zu erwarten, was in Geierswalde in drei Wochen passiert, wo das Damenboot mit einer Steuerfrau antreten will.  Und was Newcommer so alles auf den See und in unsere Herzen zaubern können, konnten wir ja schon vergangenes Wochenende bewundern.  Maik Aberle vom 1.WSVLS segelte bei seiner zweiten Regatta in seiner 2.4 ordentlich mit und durchkreuzte die eine oder andere gut zurechtgeschmiedete Taktik der Kollegen.  Das er am Ende einen Platz im hinteren Mittelfeld ersegelte, -naja da braucht es eben dann doch noch ein paar Regatten. Dafür erzählte er uns in einer kleinen sehr berührenden Dankesrede bei der Siegerehrung an alle die ihn untersützt haben , wie er in dieses Boot gekommen ist. Clemens Kraus hatte ihm kurz entschlossen und engagiert wie er eben immer so ist „auf dem schnellen Dienstweg“ eine 2.4 besorgt und ihn hineingesetzt. Auf die Frage ob das so OK ist, oder ob er Angst hätte, meinte Maik nur trocken: „Mehr als untergehen kann ich ja nicht!“- und so fuhr er los.  Großartig !

Auch für mich ist es nach all den Jahren immer noch faszinierend wie und was der eine oder andere der Leute so drauf hat und mit welcher Courage sie Sachen angehen.  Dazu auch ein Foto von unserem Skippy wie er das Boot ohne Arme rückwärts aus der Box zieht oder eine Schot mit den Zehen aufdröselt. Wo andere Leute mit  Händen sich schon die Finger brechen würden.

In zwei Wochen geht’s weiter mit den Sächsischen Meisterschaften ( Wer mag da wohl Favorit sein?) und im Herbst geht es wieder an den Chiemsee zu den bayerischen Meisterschaften (wo der Favorit eigentlich auch klar ist, auch wenn es immer wieder Leute gibt die das gerne anzweifeln)

Eigentlich letztlich alles Heimspiele, wenn ich an die wunderbaren Abendessen und Mottoabende denke, die es in den vergangenen Jahren gab. An die Freundschaften die entstanden und entstehen. Irgendwie ist man im Laufe der Zeit doch überall zu Hause wo man  all die liebgewonnenen Menschen trifft.  Und dann noch die Frage die sich mir immer wieder stellt: Wer inclusiert hier eigentlich wen? (Robert Prem)

1.Mai 2018 – Segeln ausprobieren im WSVLS

Traditionell fand am 1. Mai 2018 wieder das Anfängersegeln für alle segelinteressierten Kinder beim 1. WSVLS statt. Nach einer Einführung ging es auch schon direkt auf den Geierswalder See. Der Wind wehte ordentlich, dennoch steuerten die Kinder beim Paddeln den Opti super um die Tonnen, auch das Mann über Bord-Manöver in Form von Retten der Kegel aus dem Wasser, verlief erfolgreich. Björn Krause und Christel Hülss sorgten dabei mit Motorbooten jederzeit für die Sicherheit der Kinder.


Nach der Mittagsstärkung stand Bewegung auf dem Plan. Beim Fußballspiel hatten alle viel Spaß und es fielen viele Tore.
Die Sonne kam zwischenzeitlich auch immer mehr heraus – mit ihr allerdings auch ein kräftiger Wind. Nachdem die Kinder zwei Opti-Boote mit aufgetakelt hatten, dabei die Schot eingehangen, die Funktion von Ruder, Pinne, Pinnenverlängerung, Schwert und Segel besprochen wurde, ging es wieder aufs Wasser. Die Regatta-Erfahrenen Kinder zeigten den Anfängerkindern das Segeln. Bei Windstärke 4-5 war da vom Motorboot aus die beste und sicherste Sicht auf die Opti-Segler & ein tolles Motorbooterlebnis noch dazu. Ganz mutige Kinder haben zum Abschluss des Anfängersegeln im See angebadet.

 

Großes Danke an Christel und Björn für die Einblicke in das Segeln, das ein oder andere Kind wird sicherlich bald beim regelmäßigen Training dabei sein. Damit die Segelkinder auch gut ausgestattet sind, gibt es am Samstag, 5. Mai 2018 wieder von 11 Uhr bis 12 Uhr die Segelsachenbörse.

 

 

 

 

 

Fotos und Bericht

von Annett, Mutter eines Optikindes

Grundsteinlegung Segel- und Inklusionszentrum

Der erste Meilenstein ist erreicht, die Bodenplatte für das neue Segel- und Inklusionszentrum  ist fertiggestellt. Somit konnte am 10.11.2017 die Grundsteinlegung, wie geplant, stattfinden. Neben den anwesenden Vereinsmitgliedern  waren Vertreter der Politik und Sportverbänden vor Ort. Viele der Gäste haben unser Vorhaben von Anfang an unterstützt und verfolgen den Fortschritt mit großem Interesse. In ihren Grußworten bekundeten die Staatssekretärin Andrea Fischer, Landrat Michael Harig und Bürgermeister der Gemeinde Elsterheide Dietmar Koark, welche Bedeutung das Segel- und Inklusionszentrum für die Region hat und wie wichtig die Entwicklung des Sports für Menschen mit und ohne Behinderung ist. Ebenso regt Bernd Zirkelbach, als Cheftrainer der Abt. Segeln des Deutschen Behinderten Sportverband, die Hoffnung, dass nach Fertigstellung des Baus, der Seglernachwuchs auch aus Geierswalde kommt. Nächster Meilenstein ist das Richtfest, dass wir für den 22.12.2017 planen.

Danke auch für die Pressestimmen

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