
Vom 19. - 24. Juli habe ich an der Weltmeisterschaft der RS Aero Segler U22 in Travemünde teilgenommen. Zu dieser Veranstaltung haben ca. 200 Segler aus der ganzen Welt getroffen, ausgesegelt wurde diese Regatta zur Travemünder Woche. Parallel dazu wurde auch noch die EM der RS Aeros gesegelt.
Am Sonntag begann die Regatta mit der Eröffnungszeremonie. Wir trafen uns im Bootspark und liefen anschließend gemeinsam mit den Nationalflaggen zur Festbühne. Dort wurde die Veranstaltung offiziell vom RS Aero Class Manager eröffnet.
Nach der Zeremonie gab es noch Live-Musik von einer Band. Dadurch entstand direkt eine lockere und gute Stimmung unter den Teilnehmern, bevor es am nächsten Tag auf dem Wasser ernst wurde.
Am ersten Regattatag fand um 9:30 Uhr die Steuerleutebesprechung mit dem Wettfahrtleiter statt. Danach wurde der Start zunächst verschoben. Es herrschte eine starke Kreuzwelle, außerdem war der Wind zu kräftig, sodass ein früherer Start nicht möglich war.
Erst um 15:30 Uhr ging es schließlich aufs Wasser. Bei ungefähr 20 Knoten Wind wurden zwei Wettfahrten gestartet. Für viele Teilnehmer waren die Bedingungen jedoch zu anspruchsvoll, weshalb einige lieber an Land blieben. Auch ich merkte, wie herausfordernd der starke Wind und die hohen Wellen waren.
Am zweiten Tag starteten wir um 11:00 Uhr bei etwa 10 Knoten Wind. Eine Wettfahrt konnte bei sehr wenig Wind beendet werden. Eine weitere Wettfahrt wurde abgebrochen, bevor schließlich alle weiteren Starts für den Tag wegen des nachlassenden Windes verschoben wurden.
Nach diesem Tag lag ich auf Platz 45 von insgesamt 61 Teilnehmern.
Der dritte Regattatag begann ebenfalls um 11:00 Uhr. Diesmal waren die Bedingungen deutlich härter: Der Wind erreichte in Böen bis zu 26 Knoten.
Wir segelten insgesamt vier Wettfahrten. Für viele Segler waren die Bedingungen zu anstrengend. Einige mussten wegen nachlassender Kräfte oder aufgrund von Materialschäden abgeborgen werden. Ich war froh, dass ich alle vier Wettfahrten beenden konnte. Am Ende des Tages lag ich auf Platz 41 von 61.
Am vierten Tag starteten wir um 11:00 Uhr bei ungefähr 15 Knoten Wind. Insgesamt wurden vier Wettfahrten gesegelt. Der Wind war zwar weiterhin fordernd, aber die Bedingungen waren besser einzuschätzen als am Vortag.
Der letzte Regattatag begann um 11:00 Uhr bei Windgeschwindigkeiten zwischen 10 und 15 Knoten. Es wurden noch drei Wettfahrten gesegelt, bevor die Regatta am Nachmittag zu Ende ging.
Um 16:00 Uhr fand die Siegerehrung statt. Für mich war die Verleihung des Endeavour-Preises ein besonderer Moment. Auch wenn ich in der Gesamtwertung schließlich auf Platz 50 von 61 landete, bin ich stolz darauf, alle Wettfahrten am dritten Tag beendet zu haben und viele wichtige Erfahrungen gesammelt zu haben.
Insgesamt war die Regatta eine große Herausforderung mit sehr unterschiedlichen Bedingungen, von wenig Wind bis zu starken Böen und hohen Wellen. Ich habe viel gelernt und nehme viele schöne Erinnerungen mit.
Anton Gießner, GER 4220
Fotos: https://gallery.digitalsailing.co.uk/rsaeroeuropeanandyouthworldchampionship
Ein Beitrag über mich: https://www.rssailing.com/home-waters-wo…th-worlds-2026/