Wer sind wir ?

Wir haben uns als 1. WSV Lausitzer Seenland (WSVLS) am 16.04.2003 gegründet. Hervorgegangen sind wir aus der Sektion Wassersportfreunde des Kultur- und Sportverein Geierswalde e.V. Den Zielen, Zweck und Aufgaben des Vereins fühlen wir uns grundsätzlich verbunden

Entwicklung, Gestaltung und Förderung wassersportlicher Aktivitäten auf dem Lausitzer Seenland.Unterstützung der Strukturanpassung und Regionalentwicklung nach dem Auslaufen des Bergbaus und der Bergbausanierung im Rahmen der Vereinstätigkeit durch die Gestaltung wassersportlichen Lebens auf dem Lausitzer Seenland in Einklang mit den Bürgerinteressen und der Kommunalentwicklung.

Regionale und überregionale Gestaltung touristischer und wassersportlicher Entwicklung im Lausitzer Seenland. Vorrangig werden Bootssportarten (Surf- und Segelsport) als Amateursport entwickelt.

Eine langfristig angelegte umweltorientierte maritime Jugendarbeit mit gezielter Förderung sportlicher Übungen und Leistungen sind Satzungszweck.

Die Ausrichtung und Gestaltung von Segeltörns und -Regatten einschließich der Integration in das regionale und dörfliche Leben sind wesentlicher Inhalt der Vereinsarbeit.Nicht zuletzt möchten wir als Vereinsmitglieder zum fairen seemännischen Verhalten auf allen Gewässern beitragen.

-Wir sind Wir- unser Projekt zur Inklusion im Segelsport. Der Wassersportverein hat neben dem Kinder - und Jugendsport, das Segeln mit und ohne Handicap ein weiteres Schwerpunktthema. Als Trainingsstüzpunkt des Sailingteam Germany Academy befindet der fünfte Standort für die Inklusion im Segelsport im Aufbau.

 

Jens Kroker ersegelte die Bronzemedaille bei der WM

Jens Kroker Mitglied des 1. Wassersportverein Lausitzer Seenland, ersegelte die Bronzemedaille bei der WM!
Die Weltmeisterschaften der Parasegler wurde 2017 im Rahmen der Kieler Woche vom 20. bis 25. Juni ausgetragen.
Parasegler Heiko Kröger hat sich im Rahmen der Kieler Woche in Einmann-Kielboot 2.4mR seinen zehnten Weltmeistertitel geholt. Der 50-Jährige aus Waldbröl, dem von Geburt an der linke Unterarm fehlt, siegte bei der größten Segelveranstaltung der Welt vor dem Australier Matthew Bugg sowie Damien Seguin aus Frankreich. "Wir alle hoffen, dass wir durch unsere Leistungen einen Meilenstein in Richtung Wiederaufnahme bei den Paralympics gesetzt haben", sagte Kröger. Für Tokio 2020 wurde das Parasegeln aus dem Programm genommen, man kämpft nun für ein Comeback 2024.
Auch der Deutsche Jens Kroker, der in der Klasse Hansa 303 die Bronzemedaille ersegelte, hofft, dass die Para World Sailing Championships in Kiel geholfen haben, Segeln zurück ins Programm der Paralympics zu bringen. „Es war Ehrensache für mich, in der Hansa zu starten, damit in jeder Bootsklasse ein Deutscher an den Start geht. Eigentlich bin ich zu groß für das Boot“, so Kroker. Dafür, dass er erstmals in der Hansa 303 Rennen gesegelt ist, war er mit dem dritten Platz sehr zufrieden. Was das Segelwetter betrifft, gingen die Teilnehmer der Para World Sailing Championships durch ein Wechselbad der Gefühle. Von allem war etwas dabei: Sonnenschein und sommerliche Temperaturen, Regen, Gewitter, Flaute sowie heftige Böen. Sonnig warm mit Leichtwindbedingungen präsentierte sich das Wetter zu Beginn der Meisterschaft als eher untypisch für die Kieler Woche. Die ausländischen Segler aus wärmeren Gefilden freuten sich über das tolle Kieler Sommerwetter und glaubten nicht, dass sich das auch sehr schnell ändern kann.
Genau das passierte an Tag drei der Weltmeisterschaft. „Nass und windig“ lautete die Wetterprognose. Regen, heftige Windböen und starker Wellengang machte den Seglern das Leben schwer. In der Bootsklasse 2.4 mR liefen während zwei ausgetragenen Rennen vier Boote voll und mussten in den Hafen geschleppt werden. Eine Seglerin erlitt eine Unterkühlung.
Auch die Teilnehmer in der Klasse Hansa 303 schippten während der Rennen fleißig Wasser aus ihren Booten. „Allmählich haben wir das Windlimit für die Hansa 303 erreicht“, kommentierte Jens Kroker die Situation. Nach einem Tag mit extremen Segelbedingungen zeigte sich das Wetter für den Rest der Para World Sailing Championships wieder moderater. Insgesamt wurden in der Klasse 2.4 mR zehn Rennen ausgetragen und in der Hansa 303 neun.
Jens Kroker musste sich in der Hansa 303 nur dem Skud-Weltmeister Piotr Cichocki aus Polen sowie dem Hansa-Weltmeister Christopher Symonds (Australien) geschlagen geben – und das trotz Größenproblemen. „Ich habe zu lange Beine für die Hansa“, sagte Kroker, der eigentlich im wegen zu weniger Meldungen abgesagten Weta-Trimaran starten wollte.
Beinahe noch wichtiger als ihre Erfolge sahen sowohl Kröger als auch Kroker die Signalwirkung der Para-WM in Kiel an. „Wir haben hier das Ruder für die Paralympics herumgerissen“, sagte Kröger. „Die Einzigartigkeit dieser WM innerhalb der Kieler Woche und die große Anzahl an Nationen sind ein starkes Zeichen an das IPC.“
Der Weltseglerverband, dessen Präsident Kim Andersen sich Ende Mai mit dem Präsident des Internationalen Paralympischen Komitee Sir Philip Craven zu Gesprächen traf, hat einiges unternommen, um Segeln wieder ins Programm zu bringen. Vielleicht kann der Rausschmiss für Tokio 2020 in naher Zukunft sogar als erhörter Warnschuss vor den Bug angesehen werden. „Die Negativ-Entscheidung hatte für das paralympische Segeln auch positive Effekte, denn sie hat dazu geführt, dass große Anstrengungen unternommen wurden“, sagte John Petersson. (Clemens Kraus)

Fördermittelzusage für das Inklusionssegelzentrum

Innenstaatssekretär Dr. Michael Wilhelm und Sozialstaatssekretärin Andrea Fischer haben am Freitag einen Fördermittelbescheid in Höhe von über 480.000 Euro an den 1. Wassersportverein Lausitzer Seenland am Geierswalder See übergeben. Damit soll der Neubau des Vereinsgebäudes unterstützt werden, das insgesamt mit 780.000 Euro veranschlagt ist. Das Geld stammt aus der Sportförderung und einen Topf zur UN-Behindertencharta, denn das Zentrum ist Teil des Inklusionsprojektes des Vereines. Das Gebäude wird komplett barrierefrei errichtet. Auf 900 Quadratmetern werden Boots-, Aufenthalts- und Funktionsräume entstehen. Der Wassersportverein Lausitzer Seenland mit seinen über 200 Mitgliedern ist einer der größten seiner Art in Sachsen und gleichzeitig Veranstalter der größten Segelevents im Freistaat, hieß es zur Veranstaltung. Derzeit sind drei Prozent der Mitglieder Sportler mit Handicap, dreißig Prozent sollen es einmal werden. (Quelle: www.zeitnah-online.de)

Pressemitteilung des Staatsministeriums des Inneren -> klick …

Lausitzer Segler leben Inklusion

Hoch über ihrem Revier, im Leuchtturm am Geierswalder See, haben Wassersportler ihre Vereinsarbeit beleuchtet. Die zeichnet sich durch die Integration behinderter Menschen aus. "Welches Projekt sollte man fördern, wenn nicht dieses?", sagt Udo Witschas begeistert. Gerade hat der Inklusionsbeauftragte des 1. Wassersportvereins Lausitzer Seenland (WSVLS) Clemens Kraus am Sonntag seinen Bericht über die Aktivitäten des vergangenen Jahres und künftige Vorhaben abgeschlossen, da finden sich die Gäste auch schon in kleinen Gesprächsgruppen zusammen. Auch der Beigeordnete des Landrates Udo Witschas (CDU) und die Staatssekretärin vom Sächsischen Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz Andrea Fischer nutzen die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch. Wie er zum Segeln gekommen sei, fragt sie Robert Prem. In einem Berufsseminar in seiner bayrischen Heimat habe ihn jemand auf die Möglichkeit des Inklusionssegelns angesprochen, erzählt der 59-Jährige. Prem hat 2008 den Segelwettbewerb im Dreier Kielboot bei den Sommer-Paralympics gewonnen. Der Münchner startet für den Yachtclub Berlin-Grünau/1. Wassersportverein Lausitzer Seenland e.V. und ist einer der erfolgreichsten Behindertensegler Deutschlands.

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Hilflosigkeit ist keine Option

Am Ufer des Geierswalder See ist eine Gruppe Männer und Frauen mittleren Alters ins Gespräch vertieft. Sie tragen Funktionskleidung, scherzen, lachen und sind sichtlich auf einer Wellenlänge. Es sind Segler vom 1. Wassersportverein Lausitzer Seenland, 1. WSVLS. Sie alle verbringen jede freie Minute im Geierswalder Revier. Doch nicht jeder von ihnen ist so stabil wie es den Anschein hat. Seit 2013 hat sich der WSVLS mit dem Projekt „Wir sind Wir“ ganz bewusst der Einbeziehung von Menschen mit Behinderung verschrieben. Im Februar 2016 führte der Verein seinen ersten Inklusionsbrunch durch. Vier der etwa 200 Sportler leben und trainieren mit einer körperlichen Besonderheit. Mancher ist damit geboren. Manchen hat das Schicksal vor besondere Herausforderungen gestellt. Kaum eine Geschichte erzählt so deutlich vom Wankelmut der Lebenslinien wie die von Maik Aberle. Der sportive 51-Jährige fällt dem unkundigen Beobachter der fröhlichen Gruppe nicht sofort ins Auge. Wie seine Gesprächspartner ist der Finanzdienstleiter aus Schwepnitz in seiner Freizeit in den Geierswalder Wellen zuhause. Eigentlich aber mag sein Körper es gar nicht, wenn die Umgebung schaukelt und wankt.

Dabei träumt Maik Aberle bei seinen Segeltörns davon, auch wieder auf Ski steile Abfahrten hinab zu jagen. Doch wenn er sich aus dem Kreis der Freunde löst und auf den Treppenstufen hinunter zum Hafen vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzt. Wenn er alles um sich herum ausblendet und nur noch den schmalen Steg zu seinem Boot im Fokus hat. Dann, und erst dann, gibt Maik Aberle sich zu erkennen. Er breitet die Arme aus und hebt den Kopf, um den Blick von den Wellen zu trennen, die sanft gegen das heikle Viadukt schwappen. Das leichte Hin und Her würde ihm nicht nur Unwohlsein bereiten oder ein wenig sein Gleichgewicht stören. Es könnte Maik Aberle im wahrsten Sinne des Worts den Verstand rauben, ihn in die Fluten stürzen lassen und den einen falschen Atemzug provozieren, der ihn schlagartig der zwingenden Lebensrhythmen berauben würde.

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Spende für Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda

Die Aktiven des Vereinsprojektes "Wir sind Wir" verzichteten auf ihre Weihnachtsfeier und spendeten 500 Euro an die Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda. Die Spende erfolgt mit Zustimmung der Sponsoren. Wie im Jahr 2015 unterstützt damit der 1. WSVLS e.V. wieder eine gemeinnützige Institution bzw. Projekt.  (Hagen)