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Presseartikel – „Gute Aussichten für den Seglernachwuchs“

17 Boote – so viele wie noch nie – segelten am Samstag bei der 12. Vereinsregatta des 1. Wassersportverein Lausitzer Seenland (WSVLS) um den Sieg. Traditionell bildet die Wettfahrt den offiziellen Abschluss der Saison sowie der Seenlandsail.
Volker Grützner hat am Samstag quasi im Alleingang die Vereinsregatta und sechste Wettfahrt der Seenlandsail im Geierswalder Revier gewonnen. Seine O-Jolle als Einbahnboot war an diesem Tag den dreiköpfigen Sonar-Crews unter Jürgen Brietzke (Uwe Rehm, Clemens Kraus) und Hagen Busch (Heiko Berger, Jan Oestereich) um einige Winde voraus. Auf dem undankbaren vierten Platz landete O-Jollen-Alleinherrscher Frank Zschieschang. Vereinschef Klaus Wiegmann und seine Gefolgsleute Lutz Wiegmann und Paule Bauer fuhren die drei Kurse in der fünftbesten Zeit ab. Dennoch spricht der Steuermann der X-79 aus Sicht des Vereins von einem gelungenen Regatta-Tag.

Nicht nur die Rekord-Teilnehmerzahl, sondern auch die Übergabe der Jüngstensegelscheine an die sechs Nachwuchssegler Wilhelm und Oskar Schwibs, Tanja Zschieschang, Willem Oestereich, Helen Herrmann und Ella Yeuer reicherten den wie immer geselligen Saisonabschluss mit sportlichen Erfolgen an. Bei ihrer Abschlussprüfung am vergangenen Donnerstag haben die Mädchen und Jungen alle notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für das Führen eines Segelbootes nachgewiesen. Die Sicherung durch ein Aufsichtsboot brauchen sie nun nur noch ob ihrer Jugend, erklärt Willem Oestereich. Alleine über die Seen segeln dürfe man erst im Alter von 18 Jahren.

Die Aussichten für die kommende Saison seien insbesondere mit Blick auf den Segelnachwuchs rosig, meint Klaus Wiegmann. 22 Kinder und Jugendliche trainieren derzeit im 1. WSVLS den Umgang mit dem Wind. Den sechs Debütanten wird laut Aussage von Jugendtrainerin Christel Hülß wieder eine gute Truppe nachfolgen. Voraussichtlich an Himmelfahrt 2016 beginnt sie mit dem nächsten Anfängerkurs. Anmeldungen hierfür sind jederzeit über die Vereins-Website des WSVLS möglich.

Neues Vereinsheim in Planung – Im direkten Zusammenhang mit der erfolgreichen Akquise des Nachwuchses steht auch der Erwerb zweier neuer Cadets sowie das derzeitige Bemühen des Vereins um zwei zusätzliche Jugendtrainer, sagt Klaus Wiegmann. Aussichtsreiche Gespräche mit potenziellen Ausbildern werden derzeit geführt. Ebenso positiv stellt sich die Zukunft des Vereins mit Blick auf den im Planungsprozess befindlichen Bau des Vereinsheimes dar. Die Konzeption wird in einer Informationsveranstaltung am 31. Oktober vorgestellt. Der Gesamtsieger der sechs Wettfahrten der Seenlandsail 2015 wird in der Mitgliederversammlung am 21. November bekanntgegeben und geehrt.

Einziger Wermutstropfen der Regatten im Geierswalder Revier sei die geringe Beteiligung auswärtiger Segler, sagt Klaus Wiegmann. Das Seenland als Ganzes brauche mehr Schwung. Diesen Anschub werde aber erst die vollständige Verbindung der Seen sein können. Eine leichtfertige Kritik aber sei nicht zu üben, so Wiegmann. Die Verantwortlichen müssten nicht nur die Fortentwicklung, sondern auch die Sicherheit im Seenland gewährleisten. Dafür sei ihnen das nötige Vertrauen und Verständnis entgegenzubringen. (Mandy Decker – Lausitzer Rundschau)

Bayrische Meisterschaften 2015 – SONAR

Das war ja eigentlich klar. Wenn man den Irschenberg erreicht, die Anhöhe überfährt, die normalerweise diesen einzigartigen Blick über das Chiemgau freigibt und da dann plötzlich die Berge fehlen.- Dann wird es eng.  – Wolken, überall Wolken, eine finsterer und umtriebiger wie die andere und wir müssen noch das Boot aufbauen, damit wir am nächsten Tag pünktlich am Start zu den Bayrischen Meisterschaften sind. Es hat gewindet und geblasen, dass jedem Segler das Herz aufgeht und trotzdem haben wir es mit dem ersten Regenschauer geschafft unser Boot startklar am Steg anzuleinen und ins trockene zu flüchten.
Am nächsten Morgen, nichts.  – „Still und starr ruht der See.“ – Das blieb so den ganzen Tag. Damit fanden auch keine Wettfahrten statt. Am Samstag kam es erst einmal auch wieder sehr lau daher und der Wettkampfleiter zog die Startverschiebungsflagge. Erst gegen 14 Uhr kam etwas Bewegung in die Luft. Um 15:15 Uhr starteten wir.  Der Sachsenexpress aus Geierswalde, hatte sich ja schon im Vorfeld zum bayrischen Meister 2015 ausgerufen und sie unterstrichen ihre Ambition eindrucksvoll, indem sie am Ende drei Bootslängen vor uns über die Ziellinie fuhren. Hinter uns die Italiener. – Dann war der Wind wieder weg und es ging am Sonntag weiter. – Hier waren diesmal nach dem ersten Rennen  die Italiener vor uns und der Sachsenexpress hinter uns. In der Gesamtwertung also drei Teams punktgleich vorne. – Ohne die Leistungen des zweiten Teams aus Geierswalde und der bayrischen Mannschaften schmälern zu wollen, war jetzt schon klar, dass die Entscheidung zwischen diesen ersten drei Teams ausgetragen werden würde. Das nächste Rennen gewannen wir und waren jetzt wieder einen Punkt vor den Italienern und zwei vor den Geierswaldern. Dann, im inzwischen vierten Rennen, lagen die Italiener auf der letzten Vorwindstrecke wieder vor uns, hätten also im Gesamtstand wieder auf Platz eins kommen können. Und da passierte ihnen ein fataler Fehler. Sie fuhren auf die Leetonne zu. Wir mussten beide noch einmal halsen um die Tonne ordnungsgemäß zu runden und um dann ca. 300 m nach links, durchs Ziel zu fahren. Die Italiener fuhren auch eine Halse, aber einen Tick zu früh. Taktisch eher ungeschickt, sie haben uns quasi die Tür aufgemacht. So hatten wir die Möglichkeit innen durchzustechen und die Tonne vor ihnen zu runden. Diesen kleinen Vorsprung konnten wir auch bis ins Ziel halten. Am Ende stellte sich diese Situation nicht nur als renn- sondern auch Meisterschaft entscheidend heraus. Weil es nur noch ein Rennen gab, in dem sowohl der Sachsenexpress, als auch die Italiener in Zugzwang waren. Das sind dann die Situationen, wo man gerne mal zuviel will und Dinge meint probieren zu müssen, die Segeltechnisch- und – taktisch, eher selten von Erfolg gekrönt sind. Wir gewannen auch dieses Rennen und wurden vor Italien und den Herren von der Lausitzer Seenlandschaft Bayrischer Meister.
Und der kleine Segler? – Der riss bei der Zieldurchfahrt die Arme hoch jubelte und tobte. Es waren Sprüche zu vernehmen wie „dene hammas zoagt, dene Bazen dene va….“  – aber hier muss die Berichterstattung nun wirklich enden, weil alles was da sonst noch so im Freudentaumel ungefiltert und ungehobelt aus ihm heraussprudelte, für Menschen die des bayrischen nicht mächtig sind, leicht missverständlich sein könnte.
Auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an den SCPC und seine  unermüdlichen Helfer, zu Wasser, zu Land und in der Küche.  Das waren keine Segelmeisterschaften sondern wieder einmal ein Segelfest. –  „Beides“ – mault der kleine Segler nun etwas bockig nach.   – Aber wo er recht hat, hat er recht.
Grüße vom Chiemsee – Robert

3. IDM Sonar – Robert’s Regattabericht

Tja wir sind`s noch mal die Segler. – Wie schon mal gesagt, geht es dieses Jahr Schlag auf Schlag. Das ist jetzt die letzte unserer Frühjahrsregatten: Internationale Deutsche Meisterschaften in Geierswalde.
Wo ist das, war die erste Frage, von allen denen ich davon erzählt habe. – Naja, also einfach gesagt, wenn man von Berlin in Richtung Cottbus fährt, ein Stück vor Cottbus rechts ab in die Büsche. Das ganze heißt Lausitzer Seenland und wenn man dann nach ca. 90 Minuten den Leuchtturm von Geierswalde erblickt, reibt man sich erst mal die Augen.
„Aha, das gibt es also doch.“ „Blühende Landschaften“ hatte ein gewisser Herr einmal vollmundig versprochen. Ich war und bin ob dieser Aussage ja immer noch  sehr skeptisch, wen und was er da eigentlich gemeint haben könnte.  Aber hier bekommt man ein leise Ahnung wie so etwas aussehen kann. Man kommt in fast biblische Sphären und erinnert sich der „mageren und der fetten Jahre“, wenn man sieht was aus diesem kargen, schier endlos vom Braunkohleabbau zerfressenem Land entstanden ist.
Dort ist also jetzt der 1. Wassersportverein Lausitzer Seenland zu Hause und hat Internationale Deutsche Meisterschaften für die Sonarklasse ausgerichtet. Es wurden die erwartet spannende Wettfahrten, aber nicht nur das, es wurde ein Fest. Zum einen wegen der fantastischen und kreativen Organisation, die derb sich der Club hat einfallen lassen, sondern auch wegen der Anwesenheit von Ulli Libor. – Die älteren unter unserer Leser werden jetzt aufhorchen. Den jüngeren sei erklärt, dass Ulli Libor 1968 bei den Olympischen Spielen Silber  gewonnen hat und 1972 in Kiel Bronze. Er ist mit Bernd Zirkelbach (unserem Cheftrainer) und Jürgen Freiheit (Papa von Olli Freiheit, dem Assistenten unseres Cheftrainers) gesegelt und hat souverän gewonnen. Zweiter wurde der „Sachsenexpress“. Paule Bauer, Jürgen Brietzke und Clemens Kraus und dritte wir, in der Besetzung Christian Bauer (verwandt und verschwägert mit Paule, sie sind Brüder), Robert Prem und Siegmund Mainka.
Aber auch an dieser Stelle auch noch einmal ein herzliches Dankeschön an den 1. Wassersportverein und allen seinen Helfern für diese Veranstaltung und viel Glück bei den im kommenden Jahr anstehenden Baumaßnahmen.
Im übrigen glaube ich auch, dass die hier entstandenen blühenden Landschaften nicht zwingend das Ergebnis der Tatkraft des oben erwähnten, gewissen Herrn sind, sondern Leuten zu verdanken sind, die hier, vor Ort, sehr vital und mit viel Engagement, Dinge anpacken und auch genügend Arsch in der Hose haben das durchzuziehen. – Entschuldigung an unsere etwas sanfter besaiteten Leser, aber ich muss das mal so klar und einfach formulieren.
Bis bald Robert
PS:  Noch eine kurze Erklärung zu den Baumaßnahmen. Rechts neben dem Leuchtturm, der auf einem der Fotos zu sehen ist, geht es eine kleine Böschung runter und dort sind eine Bootshalle, ein Kran und Übernachtungsmöglichkeiten geplant, speziell auch für Rollstuhlfahrer.

Willkommen zur Lausitzer Seglerwoche 2015

Der 1. Wassersportverein Lausitzer Seenland e.V. wird die diesjährige Lausitzer Seglerwoche vom 04.06 – 14.06.2015 ausrichten. Traditionell werden an zwei aufeinanderfolgenden  Wochenenden, Segelregatten auf hohen sportlichen Niveau geboten.  Im Rahmenprogramm der  Lausitzer Seglerwoche 2015 finden die 3 . International Deutsche Meisterschaft (IDM) – SONAR und der Lausitzpokal der Ostsächsischen Sparkasse Dresden – IXYLON statt (04.06. – 07.06.2015).

Erstmalig werden in Deutschland eine nationale und paralympische Bootsklasse gemeinsam auf einer Regattabahn segeln. Die damit erzeugte Interesse der Lausitzer Seglerwoche ist daher in Politik, Wirtschaft und Sportverbänden eine andere, wie in den Vorjahren. In der paralympischen Bootsklasse SONAR werden neben internationalen auch die deutschlandweit besten Segler erwartet. Darunter auch Medaillenträger paralympischer Spiele, Welt- und Europameisterschaften. Die Wertung der IDM-Platzierungen werden in einen Punktesystem festgehalten, das für die Teilnahme an weiteren internationalen Wettkämpfen berechtigt.  Das Starterfeld  der IXYLON-Klasse besteht hautsächlich aus nationalen Sportlern, die um den Lausitzpokal der Ostsächischen Sparkasse Dresden und den Titel „Landesmeister Sachsen“ kämpfen.

Für den 1. WSV Lausitzer Seenland ist die Ausrichtung der IDM eine besonderer Ehre, aber auch Verpflichtung. Insbesondere da der Verein im letzten Jahr zum 5. Trainingsstützpunkt des Sailingteam Germany Academy (Inklusion im Segelsport) berufen wurde. Mit dem Vereinsprojekt „Wir sind Wir“ hat sich er Verein der Förderung des Segelsports mit Menschen mit und ohne Handicap Menschen verschrieben.

Ein weiterer Höhepunkt ist die 15. Segelregatta „Goldener Geier“ (12.06 – 14.06.2015). Hier zeigt der Seglernachwuchs in den Bootsklassen Optimist, CADET, Europe und 420 sein können. Beginnend in der Optimisten-Klasse werden die jüngsten Aktiven (6-8 Jahre) erwartet. In der Jugendbootsklasse CADET werden die Wettfahrten in der Internationalen Regatta-Serie CECC (Germany) und als Landesmeisterschaft Sachsen gewertet.

Der CECC ist eine von den nationalen Klassenvereinigungen Polen, Tschechien, Ungarn und Deutschland ins Leben gerufene Regattaserie, zur Förderung der vom Internationalen Weltseglerverband (ISAF) anerkannten Jugendbootsklasse CADET. Die Teilnehmerländer richten dazu jährlich vier Regatten aus. Da die Teilnahme an dieser Regatta offen, also nicht auf die Teilnehmerländer beschränkt ist, erwarten wir eine hohe internationale Beteiligung.

In den weiteren Bootklassen Europe und 420 starten Jugendliche aus dem nationalen Umfeld. Hier werden die Wettfahrten als Rangliste gewertet. Die hier erkämpften Punkte werden benötigt, um beispielhaft bei höherwertigen Regatten starten zu dürfen. Das macht die Wettkämpfe nicht weniger attraktiv. Im Gegenteil sehr schön anzusehen ist, wenn die Jollen bei viel Wind über’s Wasser „fliegen“.

Die Lausitzer Seglerwoche ist ein Event, der in Sachsen in  dieser Form und Größe einmalig ist. Die Region des Lausitzer Seenlandes wird regional, national wie international würdig repräsentiert und vertreten. Die Teilnehmerzahlen, der vergangenen Jahre mit ca. 140 Booten bestätigen dies. Die Erwartungen in diesem Jahr sind ähnlich hoch gesteckt, und stellen den 1. WSV Lausitzer Seenland wie jedes Jahr wieder vor neue Herausvorderrungen.  Durch die Teilnehmer der Bootklasse SONAR müssen alle Wege und Zugänge barrierefrei gestaltet werden. Ebenso wird für die Zeit ein Kran benötigt, da der SONAR nur ins Wasser gehoben werden kann.

Alles ist machbar, der 1. WSV Lausitzer Seenland e.V. ist als Regattaveranstalter national und international bekannt, und kann solche Events in der erwarteten Qualität ausrichten. Mit der Hilfe unserer Vereinsmitglieder, den regionalen Partnern und Sponsoren ist eine starke Basis, für die erfolgreiche Umsetzung gegeben.

Der 1. WSV Lausitzer Seenland e.V. freut sich auf die zahlreichen Besucher der 9. Lausitzer Seglerwoche am Geierswalder See, und auf interessante  Wettkämpfe.

Nachlese – Trainingslager Rerik

Hurra, endlich wieder segeln!  Am Mittwoch den 1.4.  um 9 Uhr war es endlich soweit, schon lange fieberten wir diesen Tag entgegen. Bei Sturm und Eisregen ging es zum Kult- Ostertrainingslager nach Rerik.
Am 2.4. ging es dann richtig los. Trotz anfangs schwieriger/stürmischer Bedingungen trainierten die Crews im CADET der NED9181 Hannes Jochmann/Hannes Bleck, GER 9214 Florian Wachner/Saskia Dombert, GER8883 Leon Schüller/Hugo Bleck, im 420er GER47249 Leonard Wiegmann/Lucas Maas und GER10814 Justin Windt im OPTI auf dem Salzhaff in Rerik. Begleitet wurden die Kinder von unseren Trainern Christel Hülß und Björn Krause. Und auch unser Vereinschef Klaus Wiegmann ließ es sich nicht nehmen die 420er zu trainieren- oder war es doch nur wegen der Erstwasserung des neuen Trainerbootes!? Pünktlich zu Ostern schickte Petrus wunderschönes Wetter und sorgte an den verbleibenden Trainingstagen für beste Segelbedingungen. Die Kinder, Trainer und mitgereiste Eltern lachten mit der Sonne um die Wette.
Viel zu schnell verging die Zeit in Rerik. Am Mittwoch, den 8.4. ging es nach der letzten Tageswettfahrt am Vormittag und anschließenden Boote verladen und der Siegerehrung dann gegen 16 Uhr in Richtung Heimat. Gegen 22 Uhr betraten wir dann erstmals eigenen, frisch an diesem Tag erworbenen Vereinsboden in Geierswalde.  -> Bilder aus dem Trainingslager  (Andreas Dombert)